HAUS am KLEISTPARK – Projektraum

2019

Revier  
Fotografien von Daniela Friebel

  

© Daniela Friebel, Revier #14 (Teilestraße/Gottlieb-Dunkel-Straße)
Link zur Einladung  |   Link zur Nachtigall (YouTube 2 Min.)

Daniela Friebel hat sich als Preisträgerin des Fotoarbeitsstipendiums des Haus am Kleistpark 2018 mit Revieren von Nachtigallen in Berlin auseinandergesetzt und zeigt dazu eine vielschichtige fotografische Installation. Die Künstlerin hat sich in nächtlichen Streifzügen auf die Suche nach Nachtigallen in Berlin begeben und hat die von ihnen belegten Stadträume bei Tageslicht fotografiert. Die Fotografien zwischen Platz der Luftbrücke und Mauerweg zeigen alltägliche Orte unserer Lebenswelt, die sonst wenig Beachtung finden. Zugleich hat Daniela Friebel den Gesang der Vögel aufgenommen, die akustisch ihr Territorium behaupten. Sound und Spektogramme sind Teil des Ausstellungskonzeptes.
Die Künstlerin arbeitet mit der Fotografie als Medium, das Wahrnehmung verändert und Perspektivwechsel möglich macht. Sie wirft mit dieser Arbeit nicht nur einen poetischen Blick auf unsere Stadt, sie macht das Spannungsfeld zwischen Natur und urbanem Raum sichtbar. Zugleich reflektiert sie den Begriff „Revier“ auf subtile Weise. Entstanden ist eine großartige Arbeit, in der sich Kunst und Wissenschaft verschränken.

 
 
 

© Daniela Friebel, Installationsansichten

www.danielafriebel.de


23.08. bis 20.10.2019
HAUS am KLEISTPARK | Projektraum
Grunewaldstr. 6/7, 10823 Berlin-Schöneberg
Di–So 11 bis 18 Uhr, Eintritt freii
U7 Kleistpark, Bus M 48, M 85, 106, 187, 204






bauhau
s – gesehen von Stefan Berg




© Stefan Berg, Treppenaufgang mit Handlauf, 2019, VG Bildkunst (Entwurf Walter Gropius)
Link zur Einladung

Im Themenjahr 100 Jahre Bauhaus lässt Stefan Berg über eine zeitgenössische Bildsprache, losgelöst vom bisher allgemein bekannten kulturhistorisch und architektonischen Diskurs, das Modell bauhaus denken in der Gegenwart sichtbar werden. Ziel des Künstlers ist es, die Idee des bauhaus bildhaft darzustellen: die Modernisierung und Gestaltung einer Gesellschaft anschaulich, aber auch spürbar zu machen. Mit einem konzentrierten fotografischen Blick untersucht Berg, ob und wie sich die Idee bauhaus am Beispiel des Dessauer Gebäudes manifestiert. Kurator der Ausstellung ist Harald Theiss.

Die dem Ausstellungsprojekt zugrunde liegende Publikation bauhaus – gesehen von Stefan Berg erschien im Distanz-Verlag.
 
Stefan Berg (*1971) ist Fotograf. Er setzt sich in seiner Arbeit vorwiegend mit den Themen Arbeit, Identität und Bildung auseinander. Nach einer Ausbildung zum Fotografenmeister in Heidelberg studierte er Kommunikationsdesign bei Prof. Wiebke Loeper in Potsdam. Seither hat er vielfach ausgestellt. Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin


 
 
 

Eindrücke von der Eröffnung, v.l. Barbara Esch Marowski, Stefan Berg, Dr. Sybille Hoiman, Harald Theiss

 

 Dr.Sybille Hoiman  |  Stefan Berg, Amélie Losier



7.06. bis 11.08.2019
HAUS am KLEISTPARK | Projektraum
Grunewaldstr. 6/7, 10823 Berlin-Schöneberg
Di–So 11 bis 18 Uhr, Eintritt freii
U7 Kleistpark, Bus M 48, M 85, 106, 187, 204







MARSHA BURNS
LOOKING BACK



© Marsha Burns, Posture, um 1979
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Mit dieser Fotoausstellung rufen wir eine in Berlin fast vergessene Fotografin in unser Gedächtnis zurück. Marsha Burns war die einzige US-Fotografin, die 1984 im Rahmen der Werkstatt für Photographie an der VHS Kreuzberg zu einem Vortrag eingeladen wurde. Im Rahmen ihres Aufenthalts in Berlin wurden ihre Arbeiten im Amerika-Haus Berlin ausgestellt. Burns setzt sich in ihrer Arbeit hauptsächlich mit der klassischen Bildnis Fotografie auseinander. Während ihres Aufenthaltes in Europa entstanden mit der Großformatkamera zahlreiche inszenierte Portraits von jungen Menschen. 

Marsha Bruns, *1945 in Seattle, studierte Freie Malerei an der University of Washington und in Amherst. Ihre ersten Erfahrungen mit Fotografie sammelte sie bereits 1963 in einem Kurs für Bildjournalismus in Seattle. Es sollte noch weitere sechs Jahre dauern, bis sie sich vollständig auf das Medium Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel einließ. Heute befinden sich ihre Werke in Sammlungen und Institutionen wie dem Museum of Modern Art, Metropolitan Museum of Art, Smithsonian American Art Museum, Stedelijk Museum, Centre Pompidou, Center for Creative Photography - Universität in Arizona, Seattle Art Museum und weiteren Sammlungen.

 
 
 
   
Blicke in die Ausstellung, Kurator Benjamin Ochse mit Marsha Burns während der Eröffnung


5.04. bis 26.05.2019
HAUS am KLEISTPARK | Projektraum
Grunewaldstr. 6/7, 10823 Berlin-Schöneberg
Di-So 11 bis 18 Uhr, Eintritt freii
U7 Kleistpark, Bus M 48, M 85, 106, 187, 204

 



Objekt I 
Untersuchungshaftanstalt   Haftkrankenhaus   Berlin-Hohenschönhausen

Eine fotografische Arbeit von Ruth Stoltenberg



© Ruth Stoltenberg, Objekt I-10,  2015
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Die Fotografien von Ruth Stoltenbergs zeigen das ehemalige Gefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen und das zugehörige Haftkrankenhaus aus einem persönlichen Blickwinkel. Diese beiden Orte des Terrors und der Gewalt sowie intensive Gespräche mit ehemals inhaftierten Zeitzeugen haben die Fotografin so tief bewegt, dass sich daraus eine sensible fotografische Arbeit entwickelt hat. Stoltenberg lässt in ihren Aufnahmen Räume und Objekte von dem Grauen sprechen, welches an diesen Orten stattgefunden hat.
Wolfgang Zurborn schrieb zum Projekt: „Die Fotografien von Ruth Stoltenberg können das Vergangene nicht sichtbar machen, aber sie können Strukturen der Machtausübung auf Menschen an einem konkreten Beispiel so eindringlich Ausdruck verleihen, dass sie damit unser Bewusstsein für Unrecht schärfen.“

Ruth Stoltenberg (* 1962) erhielt ihre fotografische Ausbildung an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin sowie an der Lichtblick School in Köln, nachdem sie zuvor als Fernsehredakteurin gearbeitet hatte. Sie entwickelte schnell eine eigene künstlerische Handschrift und hat erfolgreich mehrere Langzeitprojekte abgeschlossen. Im Fokus ihrer Arbeiten liegen dabei meist historisch geprägte, verlassene oder im Umbruch befindliche Orte, mit deren Geschichte sie sich jeweils intensiv auseinandersetzt. Ihre Arbeiten befinden sich in namhaften Sammlungen, wurden national wie international ausgestellt, ausgezeichnet und publiziert.

www.ruthstoltenberg.de

Blicke in die Ausstellung

 
 
 
   
Eindrücke von der Eröffnung:1. Reihe v.l.: Ruth Stoltenberg, Roland Jahn (Leiter der Stasiunterlagenbehörde BStU), Peter Oehlmann, Maria Sewcz während der Einführung von Franziska Schmidt (rechtes Bild)


17.01. bis 24.03.2019
HAUS am KLEISTPARK | Projektraum
Grunewaldstr. 6/7, 10823 Berlin-Schöneberg
Di-So 11 bis 18 Uhr, Eintritt freii
U7 Kleistpark, Bus M 48, M 85, 106, 187, 204


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