Begründung der Jury:
Die Künstlerin hat ein überzeugendes Konzept zu einem selten bearbeiteten historischen Thema ausgearbeitet, welches durch fundierte inhaltliche Vorrecherchen beeindruckt. Das Vergleichsprojekt  verspricht eine konsequente wie vielseitige Umsetzung des Themas und zeugt von einer eigenständigen, zeitgemäßen, innovativen Bildsprache.

Die Bewerbung von Caroline Böttcher gibt einen Eindruck vom weit gefassten fotografischen Begriff der Künstlerin. Die ausgefeilte Form der Installation beim Vergleichsprojekt  zeugt vom bewussten Umgang mit den eingesetzten medialen Komponenten. Die Künstlerin reflektiert das Medium Fotografie über den Print hinaus.

Schließlich ist noch auf den metaphorischen Charakter der Arbeit hinzuweisen, denn die von Caroline Böttcher näher betrachteten Trümmerberge habe über ihren konkreten Berlin-Bezug hinaus eine historische Dimension in dem Sinn, als die jeweils aktuelle Kultur generell auf den „Trümmern“ vorausgegangener Jahre und Jahrhunderte basiert.