Die Ausschreibung zum 23. Fotoarbeitsstipendium HAUS am KLEISTPARK 2013 ist entschieden.

Im Dezember 2013 haben die Kommunalen Galerien Tempelhof-Schöneberg zum 23. Mal das Foto-Arbeitsstipendium des HAUS am KLEISTPARK in Höhe von 2500 Euro vergeben.

Die Jury, bestehend aus Barbara Esch Marowski, Dr. Katharina Hausel, Denise Marx, Ursula Paletta und Manfred Paul (Vorsitz) hat am 18.12.2013 aus 37 Bewerber/innen den Fotografen Daniel Seiffert als Stipendiaten 2013 ausgewählt.

Daniel Seiffert hat die Jury mit seiner Projektidee  „Züchter, Zügel, Zocker-fotografische Porträts von der Trabrennbahn Mariendorf“ überzeugt.

100 Jahre Trabrennbahn Mariendorf. Das sind zugleich auch 100 Jahre Tempelhofer Geschichte. Gebaut 1913 noch zu Kaiser Wilhelms Zeiten, hat die Bahn nicht nur große Siege und Wetten erlebt. Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Wiederaufbau, das Wirtschaftswunder der neuen Bundesrepublik und schließlich die Wende 1989 haben auf der Trabrennbahn Mariendorf sichtlich ihre Spuren hinterlassen. Die großen Zeiten des Mariendorfer Trabrennsports scheinen passé. Früher standen Tausende an den Rails und jubelten den Trabern und Sulky-Fahrern zu; heute sind es manchmal kaum mehr als ein paar Dutzend. Mittlerweile zeichnet sich die einst modernste Trabsportanlage Deutschlands nicht nur durch die sportlichen Leistungen, sondern auch durch einen gewissen melancholisch-marodenCharme aus. Von der Wilmersdorfer Witwe über den Neuköllner Wettpaten bis hin zum unweit der Bahn groß gewordenen Regierenden Bürgermeister bekennen sich jedoch auch heute viele Berliner zu Tempelhofs berühmter Rennstrecke. Denn die Mariendorfer Derby-Piste ist auch ein Symbol für die Besonderheiten des Berliner Westens und seiner Geschichte. Insbesondere an den Renntagen gilt der Ort auch immer als eine Art subtiler Seismograph der sozialen und urbanen Realitäten seiner Zeit – abzulesen in den Gesichtern der Züchter und Zocker, der Traber-Fans und Toto-Tipper. Dieses wird Schwerpunkt meines Projektes sein.








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