Die Ausschreibung zum 24. Fotoarbeitsstipendium des HAUS am KLEISTPARK 2014 ist entschieden.

Im Dezember 2014 haben die Kommunalen Galerien Tempelhof-Schöneberg zum 24. Mal das Foto-Arbeitsstipendium des HAUS am KLEISTPARK in Höhe von 2500 Euro vergeben.
Die Jury, bestehend aus Barbara Esch Marowski, Dr. Enno Kaufhold, Elisabeth Kiderlen,  Arwed Messmer (Vorsitz) und Daniel Seiffert hat am 17.12.2014 aus 31 Bewerbungen die Fotografin Caroline Böttcher als Stipendiatin 2014 ausgewählt.
Caroline Böttcher überzeugte die Jury mit einem fotografischen Projekt zur Geschichte der Trümmerberge Marienhöhe, Schlehenberg und Insulaner im Bezirk Tempelhof-Schöneberg.


Foto: Caroline Böttcher, aus dem Vergleichsprojekt: Mont Klamott- Wie kommt das Haus in den Berg, hier Diedersdorfer Weg, 2014

Aus der Projektbeschreibung von Caroline Böttcher:
Die Geschichten dieser drei sehr unterschiedlichen Trümmerberge stehen exemplarisch für einen Teil der Geschichte unserer Stadt und dafür, wie unsere Umgebung durch den Eingriff des Menschen permanent geformt wird und die Natur trotzdem ihren Raum wieder gewinnt.
Für mich sind die Trümmerberge ambivalente Orte: Als Parks dienen sie der Erholung und dem Vergessen, dem Schönen, dem Zeitlosen, dem Vergnügen – und unter der Erde liegt unsichtbar ein Teil der Stadt und ihrer ehemaligen Architektur und Kultur, die durch den Krieg zerstört wurde.
Die Berge erinnern kaum noch an den Krieg und an den Wiederaufbau - aber sie bestehen aus Geschichte. Sie liegen inmitten der Stadt und bilden gleichzeitig einen Raum außerhalb der Stadt. Die Trümmerberge sind trügerische Orte, an denen die Stadt nur scheinbar zur Ruhe kommt. Ein Teil ihres alten Organismus, die Überreste der zerstörten Gebäude, liegen dort begraben.

Das Recherche - und Archivmaterial möchte ich verwenden, um eine Verbindung zwischen der auf den Archivbildern abgebildeten Entstehung der Orte und den heute scheinbar natürlich entstandenen Bergen herzustellen. Zeichnungen, Archiv- und eigene Fotografien sowie Fundstücke werden collagenhaft zusammengestellt. Das Fragmentarische, die vielen Versatzstücke der Geschichte lassen sich so zusammenfügen.

Begründung der Jury:


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