HAUS am KLEISTPARK | Geschichte


links:Holzstich um 1880, rechts: Zeichnung von1886

Geschichte

1506
war im heutigen Heinrich-von-Kleist-Park der Küchen- und Apothekergarten des Kurfürsten Joachim I. angelegt worden. 1679 wurde das Areal zum Botanischen Garten umgewidmet, im Jahr 1878 gabe es dort bereits 17.000 kultivierte Pflanzen und 36 Gewächshäuser sowie Lehr- und Forschungseinrichtungen.

1880
wurde das heutige HAUS am KLEISTPARK als Königlich Botanisches Museum fertiggestellt und beherbergte Hörsäle, eine Bibliothek sowie ein Herbarium.

1907
erfolgte der Umzug des Botanischen Gartens und des Botanischen Museums nach Berlin-Dahlem. Das Haus am Kleistpark erfuhr in der Folgezeit verschiedene öffentliche Nutzungen. Während der NS-Zeit hatte hier die Naturdenkmalpflege als "Reichsstelle für Naturschutz " ihren Sitz. Für eine kurze Zeit war in dem Haus auch eine Abteilung der "Reichsstelle für das Schulwesen" untergebracht.

Im Januar 1944 zerstörte eine Bombe ein Drittel des Gebäudes. Trotz zahlreicher Bemühungen um Wiederaufbau wurde das Haus nach Kriegsende nur notdürftig repariert, der Nord-Ostflügel fehlt bis heute.

Nach 1945 wurde das Gebäude lange Zeit von der "Hauptstelle für Erziehungs- und Schulwesen" genutzt. Es folgte von 1967-75 die Volkshochschule des Bezirks Schöneberg, später die Musikschule, die bis heute Erdgeschoss und 1. Stock des Gebäudes für ihren Unterricht nutzt.

1967
zog das Kunstamt Schöneberg unter der Leitung von Georg Zeller in das Gebäude ein und nutzt seit dieser Zeit die Räume des ehemaligen Herbariums im 2. Stock unter dem Namen HAUS am KLEISTPARK als kommunale Galerie. Mit fast 300 m2 Ausstellungsfläche ist sie seitdem eine der größten und räumlich attraktivsten kommunalen Galerien in Berlin, in der Kunstausstellungen, Lesungen und kulturhistorische Ausstellungen statt finden.

In den 70er Jahren lag der Schwerpunkt der Ausstellungstätigkeit bei den Berliner Realisten; es folgten Künstler, die der heftigen Malerei zuzuordnen sind. Im nördlichen Schöneberg hatte sich in den Fabrikgebäuden der Hinterhöfe eine rege Künstlerszene angesiedelt. Legendär wurde die bereits 1964 gegründete Selbsthilfegalerie "Großgörschen 35". Es folgten 1978 die "Kulmerstraße" und 1980 die Produzentengalerie "Garage".

Von 1982 bis 2011 2011 wurde das Kunstamt von Katharina Kaiser geleitet. Sie setzte Schwerpunkte in Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst und kulturhistorischen Fragestellungen sowie zu aktueller und historischer Fotografie.


Seit Juli 2011 leitet Barbara Esch Marowski die Galerie.


Foto um 1990 (Foto: Wilmar Koenig)


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