GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM


2017


Vom Dasein und Sosein
Skulpturen von Rachel Kohn

© Rachel Kohn, unaufhaltsam, 2014, Steinzeug15x24x4cm (Foto Gerhard Haug)

Link zur Einladung

Die Bildhauerin Rachel Kohn zeigt in der Ausstellung vom Dasein und Sosein Skulpturen aus Ton, einem bewusst gewählten archaischen Material. Behauste Objekte stehen einer Stadtlandschaft gleich als Sinnbild für Zustände, in denen Menschen sich befinden können. Zu sehen sind Häuser, die auf Stühlen stehen, offen, ineinander verschachtelt,abgeschlossen, in Flammen, überwuchert. Sie tragen Titel wie Wachstum, jedes Haus hat seine Wunden oder Abnabelung. Die häufig monumentale Wirkung der eher kleinen bismittelgroßen Objekte spiegelt die Bedeutung des Inhalts. 
Dazu Christoph Tannert: „Die Arbeiten der Künstlerin sind voller Andeutungen und leiser Töne, zuweilen von einer minimalistischen Vivisektion der Welt. Rachel Kohn erzählt von Häusern, Familien, Generationen, Kinderstuben und den verborgenen Ängsten, die aus dem Unbesprochenen leise herausklingen, in einem verborgenen melancholischenKammerton.“ 

Blicke in die Ausstellung



Eindrücke von der Eröffnung


Rachel Kohn, Barbara Esch Marowski, Christoph Tannert, Stadträtin Jutta Kaddatz  |  Rachel Kohn, Andreas Herrmann, Stadträtin Jutta Kaddatz


Ausstellung vom 7.4. bis 18.6.2017
GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM
Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin
Mo – Do 10 –18 Uhr, Fr 10 –14 Uhr, So 11 – 15 Uhr,
am 1. Mittwoch im Monat geschlossen – Eintritt frei


www.rachel-kohn.de





EA

Fotografien von Arnd Weider

Link zur Einladung

© Arnd Weider, Neukölln, Berlin 2015

Zeitspuren sind das große Thema von Arnd Weider. Bisher hatte der Künstler dabei die Relikte unterschiedlicher gesellschaftspolitischer Systeme im Focus, nun wirft er einen Blick nach innen, auf die persönliche Welt. In der ausgestellten Arbeit EA beschäftigt sich der Fotograf Arnd Weider mit der Möglichkeit, Erinnerungen an eine persönliche Vergangenheit mit den Mitteln der Fotografie sichtbar zu machen. Es ist für ihn der Versuch, einem Gefühl nahezukommen, dass ihn mit den Erinnerungen an die gezeigten Orte verbindet.
„Wenn ich durch Berlin fahre, verschwimmen die Zeiten. Ich sehe die Kohlenberge, auf denen wir als Kinder gespielt haben, die Straßen, in denen Militärfahrzeuge mit Soldaten hinter Maschinengewehren vorbeifuhren, die verloren gegangenen Freiräume: verlassene Fabriken und verwunschene Brachen, Hinterhöfe, Straßen die im Nirgendwo endeten, Orte des Nachtlebens mittendrin und doch am Rande. Mystische Orte, an denen die Spuren von einer anderen Welt erzählen, verschwunden in der Zeit.“ 

Arnd Weider arbeitete mit einer umgebauten Bildröhrenkamera. Diese Kameratechnik bedingt eine Verschiebung der Perspektive, wie sie sich analog auch bei der Rekonstruktion von Vergangenheit in der Erinnerung ergibt. Die Fehler im Material des verwendeten Sofortbildfilms verweisen für den Künstler auf die Unmöglichkeit einer objektiven Darstellung von Vergangenheit. 

Der 1972 geborene Arnd Weider hat nach einem abgeschlossenen Medizinstudium an der Fotoschule am Schiffbauerdamm und der Ostkreuzschule in Berlin Fotografie studiert. Er überzeugt mit seinen ästhetisch und technisch herausragenden Mittel- und Großformatfotografien, die immer auch Ausdruck einer intellektuellen thematischen Auseinandersetzung sind. Aufmerksamkeit erregte er mit seinen Architekturaufnahmen von Räumen, die in besonderer Weise gesellschaftliche Verhältnisse reflektieren, wie den Sportstätten in Berlin-Hohenschönhausen. Auszeichnungen durch den Kunstpreis des Haus am Kleistpark, das Fotoarbeitsstipendium der kommunalen Galerien Tempelhof-Schöneberg, zahlreiche Publikationen und Ausstellungen, zuletzt 2016 in der Galerie Carpentier, zeugen von seinem Talent. 

Blicke in die Ausstellung



Eindruck von der Eröffnung
www.arndweider.de


Ausstellung vom 20.01. bis 26.03.2017
GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM
Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin
Mo – Do 10 –18 Uhr, Fr 10 –14 Uhr, So 11 – 15 Uhr,
am 1. Mittwoch im Monat geschlossen – Eintritt frei

 

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