GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM


2011

Ausstellung im Rahmen der Reihe CrossKultur :
Özlem Dalga - schwarz ist weiss nur dunkler

Grafik und Objektkunst

Blick in die Ausstellung von Özlem Dalga in der Galerie im Tempelhof Museum (Foto: G.Haug).

Özlem Dalga, in der Türkei geboren, in Deutschland aufgewachsen und ausgebildet, schloss ihr Kunststudium nach einem Auslandsstipendium in Salamanca und einem Gastaufenthalt an der HGB Leipzig in Nürnberg ab. In diesem Sommer stand sie bei der Ausschreibung zum 9. Tempelhof-Schöneberger Kunstpreis auf der Shortlist und stellte im Rahmen der Ausstellung KERNFRAGEN im HAUS am KLEISTPARK aus.

Nun zeigt sie ihre Arbeiten in einer Einzelausstellung. Für die in der Galerie im Tempelhof Museum ausgestellten Druckgrafiken färbt Özlem Dalga Materialien ein und erstellt mit einer Druckerpresse einen Abdruck des Gewebes auf Papier. In diesem Prozess wird das dreidimensionale Objekt zum zweidimensionalen Bild, das Positiv zum Negativ, hier erklärt sich der Ausstellungstitel: schwarz ist weiss nur dunkler. Der Gegenstand selber erfährt im Druckvorgang eine Geschichte, deren Einprägung in die Strukturen des Papiers die Betrachter/innen zur Spurensuche auffordert.

Die Objektkunstwerke, die Özlem Dalga aus bis zu 3200 Metern Garn knüpft, beziehen als Installation in der Galerie im Tempelhof Museum auch den Raum mit ein. Die Künstlerin thematisiert in diesen Arbeiten den Zusammenhang von Verbundenheit, Abhängigkeit und Fragilität in offenen Systemen.

Die Ausstellung findet im Rahmen der Reihe CrossKultur statt.

Galerie im Tempelhof Museum, Alt - Mariendorf 43, 12107 Berlin
19.11.2011 – 15. 1.2012, Di + Do 15 - 18, So 11 - 15 Uhr, Eintritt frei


Eröffnung Freitag, 18. November, 19 Uhr, Einführung Thomas Wulffen
Einladungskarte als PDF

Weitere Informationen: www.oezlem-dalga.de


Fotograf: G.Haug




Christin Lutze - Utopia


Fotograf: G.Haug

Die junge Malerin Christin Lutze hat die UDK Berlin als Meisterschülerin von Prof. Marwan abgeschlossen. In den letzten Jahren hat sie zahlreiche Preise und Stipendien gewonnen. Ab dem 4.9. 2011 zeigt sie erstmals ihre Arbeiten in einer kommunalen Galerie des Bezirks Tempelhof-Schöneberg.

Christin Lutzes Bilder zeigen phantastisch anmutende Welten, deren surreale Anmutung die Betrachter in den Bann ziehen. Der Blick kann frei in der Landschaft des Bildes wandern, über imaginäre Treppen hinauf und hinab schweifen, kann durch Türwölbungen treten, die in unbekannte Räume führen.

Die Künstlerin spannt in ihren konstruierten Architekturen den Bogen zwischen Wirklichkeit und Utopie, gibt den von ihren Bewohnern losgelösten Räumen eine eigene Identität. Man kann diese Werke von Christin Lutze auch als Imagination von Freiheit verstehen, die einem erlauben zu ahnen, dass die Welt auch ganz anders sein könnte.

Galerie im Tempelhof Museum, Alt - Mariendorf 43, 12107 Berlin
4.9. bis 30.10.2011, Di + Do 15 - 18, So 11 - 15 Uhr, Eintritt frei


Ausstellungseröffnung am Donnerstag, dem 1.9.2011, 19 Uhr

Weitere Informationen: www.christin-lutze.de




Erste Tempelhofer Kunstausstellung

Fotograf: G.Haug

In diesem Jahr zeigen orstansässige Künstler/innen zum ersten Mal Ihre Arbeiten nicht im Rahmen des Tempelhofer Kunstfensters, sondern in einer Gruppenausstellung in der Galerie im Tempelhof Museum.

Eine unabhängige Jury hat aus zahlreichen Bewerber/innen folgende Künstler/innen ausgewählt: Violetta Braden, Arno Bruse, Steven Coppenbarger, Brunhilde Duben, Ulla Enghusen, Renate Greubel, Gisela Haus, Iris Hurthe-Freitag, Ute Lempp, Renate Messmacher, Anett Münnich, Barbara Pfitzner, Maria Rohrbach, Tina Salvador, Doris Sie, Wolfgang Wende und Erika Winterstein.

Das vielfältige Spektrum der gezeigten Arbeiten umfasst Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie. Wir würden uns freuen, Sie in der Ausstellung begrüßen zu dürfen.

Galerie im Tempelhof Museum, Alt - Mariendorf 43, 12107 Berlin
30.6. bis 28.8.2011, Di + Do 15 - 18, So 11 - 15 Uhr, Eintritt frei

Eröffnung Mittwoch, 29.6., 19 Uhr




Isabelle Borges – the arrow of time (intro)


(links: Isabelle Borges, fotografiert von Jens Hausmann), rechts: Fotograf: G.Haug

Isabelle Borges wurde 1966 in Brasilien geboren. Sie erhielt ihre künstlerische Ausbildung an der Escola de Artes Visuais Rio de Janeiro/ Brasilien (u.a. bei Beatriz Milhazes) und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Christian Megert. Seit 1997 wohnt und arbeitet sie in Berlin.

Das Interesse von Isabelle Borges  gilt  wesentlich dem Vermächtnis der Konstruktivisten, wie im geometrischen Formenvokabular der Künstlerin deutlich zu erkennen ist.
Anders als den Konstruktivisten geht es Borges jedoch nicht um die Geometrie der reinen Form, nicht um das utopische Bild, nicht um die glatte, objektive Fläche. Borges lässt sich vom Zufall beeinflussen, von Strukturen, die sie in der Natur oder ihrer Umwelt findet. Konstruktion und Dekonstruktion sind die Schlagworte, mit denen sich die Arbeitsweise der Künstlerin treffend beschreiben lässt.

Isabelle Borges zerlegt vorgefundene formale Systeme, indem sie Teile aus Werbeprospekten, Buchstaben aus Zeitungen und andere Zeugnisse der Jetztzeit ausschneidet, zerreißt, bemalt.

Spielerisch benützt sie den medialen Alltagsabfall als archäologischen Fundus für ihre Collage-Elemente, die sie mit subjektiver Geste und feiner Ironie zu etwas eigenem zusammenfügt. Geometrische Formen und Linien organisieren die Bruchstücke, aus denen die Künstlerin ihre Bilder entwickelt.

The arrow of time
heißt der Zyklus, an dem Isabelle Borges seit 2010 arbeitet. Thema dieser Werkreihe ist das statische Bild im Verhältnis zur Zeit als einer relativen, sich bewegenden Größe.

Galerie im Tempelhof Museum, Alt - Mariendorf 43, 12107 Berlin
10.4. - 9.6.2011, Di + Do 15 - 18, So 11 - 15 Uhr, Eintritt frei

Ausstellungseröffnung Donnerstag, 7.4.2011, 19 Uhr

Weitere Informationen: www.isabelleborges.com



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