GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF

2015

Mona Hakimi-Schüler - A Strange World
Installationen, Collagenbilder und Zeichnungen

Mona Hakimi-Schüler, Head in clouds, 2014-2015 |  Foto: Michael Klaus

Link zur Einladung

Mona Hakimi-Schüler (*1977 in Teheran) hat als Kind in ihrer iranischen Heimat die islamische Revolution von 1979 und den Iran-Irak Krieg von 1980 bis 1988 erlebt. Seit 2000 lebt sie in Deutschland. Die Künstlerin bearbeitet in ihrem Werk kulturelle und politische Themen aus der iranischen Lebenswelt, dabei findet die Rolle der Frau in islamischen Kulturkreisen besondere Beachtung. Eine wesentliche ästhetische Inspirationsquelle ist die uralte persische Kultur, die dem Werk von Mona Hakimi-Schüler seine poetischen Dimensionen verleiht.
In der GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF zeigt die Künstlerin ihre Werkgruppen Head in clouds (2014-2015), Dreaming the past (2012-2013) und Stories I live by (2010-2012). Im Fokus der ausgestellten Arbeiten stehen die scheinbar märchenhaft erdachten Geschichten, die im Prozess der Kombination aus Träumen und persönlichen Erinnerungen der Künstlerin mit der heute öffentlich erfahrbaren Realität des Iran entstehen.
So auch in der Installation Head in clouds, in der sich die Dimensionen von Malerei und Skulptur verbinden. Zwischen Löwe und Sonne, die bis zur islamischen Revolution von 1979 als traditionelle Symbole der persischen Nation galten, sind zeitgenössische Straßenszenen aus Teheran zu erkennen, die Bezug auf das aktuelle politische Geschehen nehmen. Mona Hakimi-Schüler schafft hier unter Verwendung traditioneller iranischer Symbolik eine Traumwelt, in der sich Imagination, erinnerte Vergangenheit und wahrgenommene Gegenwart integrieren.
Mona Hakimi-Schüler kam nach einem abgeschlossenen Studium der Physik im Jahr 2000 nach Deutschland, wo sie Kunst studierte und seitdem lebt. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, Auszeichnungen durch Preise und Stipendien sowie der Ankauf ihrer Werke für namhafte Sammlungen zeugen von der Bedeutung ihres künstlerischen Werks.

Blicke in die Ausstellung




www.hakimi-schueler.de

GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
6.11.  – 18.12.2015, Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Eintritt frei





Tatjana Schülke – under cover

Tatjana Schülke, Vernetzung, 50 x 60 x 60 cm, 2015 (Detail)

Link zur Einladung

Tatjana Schülke bearbeitet in ihrem Werk universelle Themen wie Kommunikation, Progression, Interaktion. Mit ihrer Kunst überschreitet sie die Grenzen der Sprache und des rationalen Denkens und öffnet intuitive Wahrnehmungsräume. Dabei lässt sie sich von der sinnlichen Eigenschaften der Arbeitsmaterialien anregen und bezieht den Zufall in den Schaffensprozess ein. Der im Werk vorhandenen Formen- und Materialvielfalt setzt sie eine bewusst reduzierte Farbpalette entgegen.

Die Künstlerin interessiert sich für die Spannung, die sich aus dem Wechselspiel von Zeigen und Verdecken, zwischen Offensichtlichem und Verborgenem, zwischen Innen und Außen entsteht. Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf dem Ausdruck des Prozesshaften. Das Experimentieren mit ungewöhnlichen Materialien ist zentraler Bestandteil der Arbeiten.

Tatjana Schülke (*1960 in Bonn) studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin und schloss als Meisterschülerin von Prof. Marwan ab. Sie war u.a. Stipendiatin der  Karl-Hofer-Gesellschaft und erhielt  das Villa Serpentara Stipendium der Akademie der Künste. Neben auch international umgesetzten Kunst am Bau- Projekten hat sie zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland realisiert.


Blicke in die Ausstellung



Eindrücke von der Eröffnung, Christoph Tannert spricht


Galerieleiterin Barbara Esch Marowski, Tatjana Schülke

www.tatjana-schuelke.de

GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
4.9. – 16.10.2015, verlängert bis 23.10, Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Eintritt frei


 

 

OPEN HISTORY
Israelis und Deutsche im Portrait
Fotografien von Heike Steinweg


Link zur Einladung


Anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel stellt sich die Frage: Was bedeutet deutsch-israelischer Alltag heute? Die international agierende Fotografin Heike Steinweg hat ein Jahr lang Israelis fotografiert, die in Berlin leben, und ist nach Israel gereist, um Deutsche zu portraitieren, die dort ihre Verortung gefunden haben. Den Fotografien von Menschen unterschiedlichen Alters, sozialer und kultureller Herkunft stellt sie Auszüge aus Interviews gegenüber.

Es ging der Fotografin darum, die persönlichen Beweggründe zu erkunden, die die Menschen dazu gebracht haben, im jeweils anderen Land zu leben. Warum zieht es so viele junge Israelis nach Berlin? Welche Rolle spielt dabei die Vergangenheit? Wie stehen die Eltern- und Großeltern zu ihrer Entscheidung?

Und wie fühlen sich Deutsche in Israel? Wie werden sie wahrgenommen? Wie kommen sie mit dem Nahost-Konflikt zurecht? Wo werden die Risse und Narben der Geschichte spürbar?

Die Künstlerin trifft Menschen der zweiten Generation, solche, die mit deutschen Eltern aufwuchsen, genauso wie junge Menschen, die gar nichts mit Deutschland zu tun hatten, bevor sie hierher zogen. 
Die fotografischen Portraits entstanden zumeist am Wohnort der Abgebildeten. In den Interviews fragte Heike Steinweg ihre Gegenüber nach Identität, Vergangenheit und Zukunft und bat ihre Protagonisten, die Antworten aufzuschreiben.

Die unterschiedlichen Erfahrungen und Positionen einzelner Menschen erweitern die politische Geschichtsschreibung und werfen ein anderes Licht auf das gegenwärtige deutsch-israelische Verhältnis. Insofern ist die Arbeit "Open History" Zeugnis einer großen Annäherung.
Um den jeweils Anderen besser zu verstehen, ist es wichtig, in Kontakt zu sein. Das ist Heike Steinweg gelungen: Sie stellt mit ihren Fotografien und den begleitenden Interviewtexten Verbindungen her, die Wege in die Zukunft zeigen.

www.heikesteinweg.de





Eindrücke von der Eröffnung: Galerieleiterin Barbara Esch Marowski, Heike Steinweg, Publikum


GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
5.6. – 2.8.2015, Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Eintritt frei




Eine Kooperation mit dem Frauenmuseum Berlin
TANDEM
Fotografie, Installation, Video



Link zur Einladung |   Link zum digitalen Katalog

Für die Ausstellung TANDEM hat jeweils ein Mitglied des Frauenmuseum Berlin eine in Berlin lebende Künstlerin mit internationalem kulturellem Hintergrund eingeladen, mit ihr gemeinsam ein Projekt zu entwickeln. Ganz unterschiedlich gehen die drei Künstlerinnen-Duos mit dieser Herausforderung um:

Harriet Groß und Nina Ansari (Iran) bearbeiten das gemeinsame Thema »Brüche« – jeweils aus ihrer (Lebens-)Perspektive und mit ihren spezifischen künstlerischen Ausdrucksmitteln, um in einer gemeinsam entwickelten Präsentation die Fragilität nicht zuletzt dessen zu zeigen, was wir »Realität« nennen.

Andrea Golla und Dafne Narvaez (Argentinien) haben ein Dokumentarfoto (Hände einer alten Frau, die therapeutische Übungen macht) entdeckt, das sie gewissermaßen neu „belichten“ und so in ein surreal anmutendes Sujet verwandeln - Andrea Golla, indem sie in mehreren Abzügen den Fokus jeweils auf andere Aspekte des Motivs legt, Dafne Narvaez, die sich dem Bild mit einer Videokamera nähert und ihm so neue Perspektiven und Dimensionen verleiht.

Uschi Niehaus und Eliana Heredia (Argentinien) schließlich, die sich auf der Suche nach Atelierräumen kennengelernt hatten, setzen sich mit dem Themenpaar »Heimat–Sehnsucht« auseinander. Eliana Heredia bringt in ihrer Installation „Materia viva“ verschiedene Materialien in eine spannungsgeladene Konstellation, in der sie um mehr Raum und Luft kämpfen. Uschi Niehaus begibt sich in ihrem Kurzvideo „Skywalk“ in die Ferne, die in dem Fall sehr nahe liegt.

Diese drei interkulturellen Dialoge kommunizieren untereinander und beziehen das Publikum in die Fragestellungen ein.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.


Arbeiten des Tandems Uschi Niehaus – Eliana Heredia


Tandem Harriet Groß – Nina Ansari


Tandem Andrea Golla (Fotografie)  – Dafne Narvaez (Video)

Das Team vom Frauenmuseum Berlin, v.l.Dr. Marion Thielebein, Julie August, Andrea Golla, Harriet Groß, Nina Ansari, Eliana Heredia, Uschi Niehaus, Rachel Kohn


Eindrücke von der Eröffnung: Galerieleiterin Barbara Esch Marowski, Publikum

www.frauenmuseumberlin.de

GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
20.3. – 15.5.2015, Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Eintritt frei


Top

Renate Wiedemann -  eins und alles
Installation, Objekt und Grafik



© Renate Wiedemann

Link zur Einladung

Was geschieht, wenn sich Buchstaben aus ihren Wortgebilden oder alphabetischen Reihen lösen und zu autonomen graphischen Zeichen werden? Was entsteht, wenn 500 bis 1200 gleichförmige dickwandige historische Cola-Flaschen auf dünnen Bambusstelzen ein im wahrsten Sinne des Wortes fragiles Gleichgewicht im Raum darstellen? Nichts ist statisch. Alles bleibt im Fluss und ganz nebenbei finden sich umfassende Zusammenhänge aus Natur, Geschichte, Architektur, Licht und Raum auf das Wunderbarste vereint.

Immer neu gelingt es der Bildhauerin Renate Wiedemann, vielschichtige Prozesse anzustoßen
und daraus resultierende Strukturen auszuloten, in denen „eins und alles“, Kern und Ganzes verschmelzen – mit größtmöglicher Präzision und voller Poesie – die sich auch in den feinsinnigen Werktiteln spiegeln.
Ob auf dem Papier oder im Raum, schwarz auf weiß oder mit Materialien aus der Natur oder unserem Alltag: Linie um Linie, Stück um Stück, setzt Renate Wiedemann ihre Zeichen zusammen, um aus dem allseits bekannten Einzelnen ein so nie gesehenes Ganzes zu schaffen und es aus sich heraus, aus der ihm gegebenen eigenen Form, organisch oder linear zu entwickeln und zu verwandeln.           
Auf diese Weise entstehen freie Bewegungsmuster, die sich mit immer neuer Dynamik ordnen, komprimieren oder entfalten und einen eigenen künstlerischen Kosmos beschreiben, der die Wahrnehmung für jedes einzelne Glied der Struktur schärft, um gleichwohl das Ganze zu fokussieren.

Jedes Werk der Künstlerin zeigt sich Im Kleinen und Ganzen  – als eins und alles  und Summe
einander bedingender Teile, die seismographisch und mit leisen Tönen ein ganz eigenes Universum beschreiben.

Seit dem Abschluss ihres Bildhauer-Studiums als Meisterschülerin von Inge Mahn lebt und arbeitet Renate Wiedemann in Berlin. Sprache als Ausdrucksträger und Material spielt in ihrem Werk eine besondere Rolle. Präzise, sachlich und voller Hintersinn benennt die Bildhauerin ihre Wortgeschöpfe – so dingliche wie sinnliche Strukturen und oszillierende Resonanzräume.

Blicke in die Ausstellung




Eröffnungsabend


Dr. Birgit Möckel (re) führt durch die Ausstellung


Renate Wiedemann, Henry Hübchen  |  Renate Wiedemann, Barbara Esch Marowski


GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
23.1. – 6.3.2015, Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Eintritt frei


Top



201620152014201320122011