GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF

2014




Eine Ausstellung im Rahmen des Monats der Fotografie
Karl-Ludwig Lange. Der Photograph in seiner Zeit. Berliner Jahre 1973-2004

Stadtbild 2000/ Architekturen 2002-03



Foto: ©) Karl Ludwig Lange aus “Stadtbild 2000“

Link zur Einladung |  Link zu Informationen

In der Bildserie „Das Stadtbild 2000“ untersucht Karl-Ludwig Lange fünf Orte im Innenstadtbereich. Sie stehen für den Umbruch im Zentrum der Stadt. Während der Potsdamer Platz, der Lehrter Bahnhof, die Friedrichstraße und der Schloßplatz selbstverständlich auf einer die damalige Baustellensituation repräsentierenden Liste stehen müssen, überrascht die Wahl der Marschallbrücke. Diese Spreebrücke markierte früher die Stadtgrenze und war Schauplatz der 1848er Revolution. So geht es in diesem Projekt nicht nur um den Zustand der Baugruben in Berlin, sondern um Umbrüche im Allgemeinen.

In der zweiten hier ausgestellten Serie „Architektur 2002-2003“, zeigt uns Karl-Ludwig Lange schlichte Großstadtarchitektur und anonyme Fassaden, eine kommentarlose Dokumentation des urbanen Ist-Zustands.
Zeitgleich zeigt Karl Ludwig Lange in der Galerie im Tempelhof Museum Stadtfotografien aus Berlin- Weissensee.

Das künstlerische Werk des Fotografen Karl-Ludwig Lange entstand im eigenen Auftrag über fünf Jahrzehnte hinweg. Sein Bildkosmos erschließt sich dem Betrachter erst durch den Besuch aller Ausstellungen des zehnteiligen Projekts „Berlin – Perspektiven auf eine Stadt“, welches von  Kommunalen Galerien in Berlin und Berliner Regionalmuseen (Kurator Dr. Matthias Harder) realisiert wird.

Zum Ausstellungsprojekt erscheint ein Buch im Nicolai-Verlag.


Blicke in die Ausstellung



Eindrücke der Podiumsdiskussion
Stadtfotografie – Rückschau und Perspektiven in die Zukunft 


André Kirchner, Barbara Esch Marowski
Dr. Enno Kaufhold, Karl-Ludwig LangeAmélie Losier, Dr. Katharina Hausel, Dr. Matthias Harder
Blick in das Publikum, Rudi Meißel, Amin El-Dib. Axel Sommer

Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
31. 10 – 12.12.2014, Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Eintritt frei

www.k-l-lange.de


Des Weiteren beteiligen sich folgende Häuser an dem Ausstellungsprojekt:

Alte Feuerwache:
Der Westen 1973–86

Museum Pankow:
Prenzlauer Berg: Entlang der Mauer zwischen Wedding 
und Prenzlauer Berg 1973–2004

Galerieetage Alt-Hermsdorf / Museum Reinickendorf:
Die 100 Ansichten des Fernsehturms

Kommunale Galerie Berlin:
Die bipolare Stadt.
Zwischen Hackeschem Markt und Kranzler Eck, 1991–2002

Humboldt-Bibliothek:
Lichterfelder Villen 1986 / Frohnauer Weiher 1989

Mitte Museum
Regionalgeschichtliches Museum für Mitte, Wedding, Tiergarten von Berlin:
Köpenick 1990–2003

Museum Köpenick:
Das Tiergarten-Viertel 1985

Mittelpunktbibliothek Köpenick Alter Markt:
Politische Gegebenheiten


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Thomas Anschütz - PRADO 250
Fotografie



Foto: Thomas Anschütz,
southbound freight, 2014

Link zur Einladung

Thomas Anschütz ist ein Künstler, der mit Fotografie arbeitet. Früh kam er durch den bei der Firma Leitz in Wetzlar arbeitenden Vater in Kontakt mit fotografischen Apparaten. Der Titel der Ausstellung „Prado 250“ zeugt davon: Der so benannte Projektor war für den jungen Anschütz ein magisches Gerät, der das elterliche Wohnzimmer in eine Kapelle verwandelte. Im Verständnis des Künstlers sind Bilder immer verknüpft mit Apparaten, die diese erzeugen oder sichtbar machen.

Die in der GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF ausgestellten großformatigen Bilder sind Kompositionen aus digitalen wie analogen Quellen, aus eigenen und Fremdaufnahmen. Fotografien aus der Library of Congress , der NASA oder Aufnahmen, die vom Vater des Künstlers stammen, bilden die Quelle für die zahlreichen Bildschichten, die sich mit eigenen Aufnahmen von Thomas Anschütz zum endgültigen Werk schichten.

Das Ziel der Arbeit des Künstlers ist es, die einzelnen Bildebenen zu einem Akkord zu verschmelzen, der einen Wohlklang bildet. Durch die Mischung der visuellen Ursprungselemente, ihrer im Werk latent spürbaren eigenen Geschichte, Technik und Bedeutung entsteht ein neues Bild, dessen Strukturen dem Phänomen der Interferenz vergleichbar miteinander schwingen. Sie erzeugen einen neuen Klang, eine Aura von hohem ästhetischem Anspruch, der sich in den dargestellten subtilen Formenwelten offenbart.

Eröffnung:




Rosa Anschütz | Frank Silberbach, Thomas Anschütz

Thomas Anschütz, Ulrich Weichert, Barbara Esch Marowski, Uwe Warnke | Dr. Christiane Stahl bei der Einführung

Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
29.8. – 10.10.2014, Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Eintritt frei
www.thomas-anschuetz.com




Sabine von Breunig - Final Walk
Fotografie



© Sabine von Breuning, Hauptquartier der Amerikanischen Streitkräfte in Berlin - Briefing, 2013
Link zur Einladung

Link zur Einführung von Dr. Matthias Harder anläßlich der Ausstellungseröffnung

2014 jährt sich der Abzug der Alliierten Truppen aus Deutschland zum zwanzigsten Mal. Die Fotografin Sabine von Breunig, Meisterschülerin von Arno Fischer, zeigt in der Ausstellung FINAL WALK was von den Machtzentren des Kalten Krieges am Ende übrig blieb. Sie hat sowohl hinter Mauern und Stacheldraht in der Sperrzone Zossen/Wünsdorf, dem früheren Oberkommando der russischen Streitkräfte in Deutschland, als auch den Kehraus im ehemaligen Berliner Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte in der Clayallee fotografiert. Rund fünfzig dieser Fotografien aus den Jahren 2010 – 2013 werden in der umfangreichen Ausstellung in der Galerie im Rathaus Tempelhof gezeigt.

Sabine von Breunig geht in ihren Arbeiten über den rein dokumentarischen Blick hinaus. Ihre Fotografien lassen die Atmosphäre der dargestellten Räume spüren und beeindrucken durch den künstlerischen Blick, den subtilen Umgang mit Licht und die nahezu abstrakt anmutenden Kompositionen aus Farbe und Struktur.

Matthias Flügge schrieb in einem Essay über die Arbeit von Sabine von Breunig: „Es sind Bilder entstanden, die uns durch Räume führen, von deren Existenz die wenigsten wissen. Geschichte wird visuell erfahrbar. Die Bilder zeigen Vergangenes und sind doch reale Gegenwart, ein eindringlicher Essay über die Erinnerung und das Vergessen.“

Das Buch GEISTERSTADT mit den Bildern aus der Sperrzone Zossen/Wünsdorf ist in der Edition Braus erschienen, es wurde vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Fotobuchpreis 2014 nominiert. Zur Ausstellung erscheint ein weiterer Bildband mit den in der Ausstellung vertretenen Fotografien.

Sabine von Breunig (Mi), Rudi Meisel in der Ausstellung

Sabine von Breunig mit Dr. Matthias Harter in der Ausstellung




Blick in die Ausstellung

Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
Ausstellungsdauer: 16.05. bis 1.8. 2014, Mo bis Fr  9 – 18 Uhr,
Eintritt frei,
www.sabinevonbreunig.com

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angeordnet

Malerei, Zeichnung, Objekte



Link zur Einladung

Neue Mitglieder des Frauenmuseums Berlin stellen aus: Kerstin Hille, Annette Küchenmeister, Uschi Niehaus, Roswitha Paetel, Annette Selle, Regina Weiss


Laut Wörterbuch hat der Begriff »anordnen« im Wesentlichen zwei Bedeutungen: Zuerst genannt wird das Synonym »befehlen«/bestimmen«/»Order geben«, also ein durch eine Autorität gerechtfertigtes Handeln, das zweite Bedeutungsfeld hingegen beschreibt eine gestalterisch-ordnende Tätigkeit, hier sind »strukturieren«/»gliedern« oder »in eine Reihenfolge bringen« Alternativ-Begriffe.

Als Ausstellungstitel haben wir den Begriff »angeordnet« genau wegen dieses Oszillierens zwischen den genannten Bedeutungen gewählt: Der Ausstellungsort, Rathaus und Bürgeramt, repräsentiert die erstgenannte Bedeutung, hier werden Termine gesetzt, Bedingungen gestellt, Unterlagen verlangt.
In diesem vorrangig administrativen Vorgängen gewidmeten Gebäude ist jedoch eine nicht unerhebliche Fläche von Anfang an für Kultur und speziell für Ausstellungen vorgesehen, und in diesem Galerieraum im Rathaus werden dementsprechend auch andere Dinge »angeordnet«, Kunst eben. Ist das Thema dieser Ausstellung also pointiert formuliert »Künstlerische Freiheit versus bürokratische Zwänge«?

Die Arbeiten der sechs hier ausstellenden Künstlerinnen lassen sich nicht so
leicht auf einen Punkt bringen. Gemeinsam ist ihnen eher ein administratives Merkmal: alle sechs sind im Jahr 2013 Mitglied des Frauenmuseums Berlin geworden. Zeichnung, Malerei, Installationen und Interventionen sind zu entdecken.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.


Blicke in die Ausstellung, Arbeiten von Annette Küchenmeister und Roswitha Paetel


Interventionen im Rathaus von Regina Weiss


Eindrücke der Eröffnung, Gruppenbild ausstellende Künstlerinnen: Dr. Anne Marie Freybourg (5.vl. Einführung), Julie August (4.v.l., Rachel Kohl (re), (Frauenmuseum Berlin), Barbara Esch Marowski (6.v.l.Galerieleiterin)



Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
Ausstellungsdauer: 7.03. bis 3.5. 2014, Mo bis Fr  9 – 18 Uhr,
Eintritt frei,
www.frauenmuseumberlin.de


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Marc Volk – Public Privacy

© Marc Volk, Wanted, 2013, Pigmentprints, je 60 x 40 cm


Link zur Einladungskarte

Das Internet, die Digitalisierung der Bildproduktion sowie die daraus folgende Allgegenwärtigkeit von Bildern unterwerfen das Verhältnis des postmodernen Menschen zu seiner Privatsphäre einem fortlaufenden Veränderungsprozess. In seinen fotografischen Arbeiten thematisiert Marc Volk Fragestellungen der digitalen Welt im Spannungsfeld von Privatheit und Öffentlichkeit, Individualität und Abstraktion, Identität und deren digitaler Auswertung.
In der GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF zeigt Marc Volk auch sein neuestes Werk mit dem Titel Wanted. Für diese Arbeit hat der Künstler vier Fotografien von Edward Snowden ausgewählt, die verschiedene Stationen seines bisherigen Lebens repräsentieren und ihn als Jugendlichen, als Mitarbeiter der NSA, als Whistleblower in Hongkong und als Flüchtling in Russland zeigen. Die Bilder wurden mit unterschiedlichen fotografischen Stilmitteln vom Bildschirm abfotografiert und erinnern nicht nur aufgrund der strengen Ausschnitte und ihrer schwarzweißen Tonwerte an ältere Fahndungsfotos.
Systemisch zeugen diese Portraits von der freien Zugänglichkeit des Privaten in derÖffentlichkeit und greifen die von Edward Snowden enthüllte Problematik der unvorstellbaren Möglichkeiten einer nahezu totalen Überwachung der weltweiten Kommunikation auf.
Marc Volk, 1967 in Stuttgart geboren, studierte Kommunikationsdesign an der Universität
Essen und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Ein Auslandsstipendium ermöglichte ihm einen einjährigen Aufenthalt an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam.
Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, 2013 gewann Marc Volk den internationalen Fotowettbewerb My Secret Life , der von C/O Berlin vergeben wurde. Der Künstler war mit seinen Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland vertreten und lehrt seit 2007 an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin.





Blick in die Ausstellung, Marc Volk, Felix Hoffmann und Barbara Esch Marowski bei der Eröffnung
Fotos: © Gerhard Haug, Berlin



Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
Ausstellungsdauer: 10.01. bis 26.2. 2014, Mo bis Fr  9 – 18 Uhr,
Eintritt frei, www.marcvolk.de

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