GALERIE im RATHAUS TEMPELHOF


2012


Fritz Kreidt  – Geschichte sehen
Landschaftsbilder nach 1989 rund um Leipzig und in Berlin

Fritz Kreidt: Defektes Gerät, 1991/92, Öl auf Leinwand, 130 x 180 cm

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Der Maler Fritz Kreidt präsentiert seine realistischen Arbeiten vom 9.November bis
14. Dezember 2012 in der Galerie im Rathaus Tempelhof. An gleicher Stelle hatte der 1936 geborene Künstler bereits vor 30 Jahren ausgestellt. Ausgangspunkt der gegenwärtigen Schau sind Veränderungen, die sich im Zuge der politischen Wende von 1989 im realen Landschaftsbild vollzogen: Im Verschwinden der alten Industrie in der ehemaligen DDR und der Erneuerung von Berlins Mitte - Auflösung und Neukonstituierung.

Die Ausstellung umfasst Arbeiten aus zwei umfangreichen Arbeitszyklen zu diesen Prozessen: Industrielandschaften aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen aus den Jahren 1990-1995 und Baustellenlandschaften aus Berlin des Zeitraums 1996-2012. Beide Werkgruppen verbindet die Darstellung des flüchtigen Zustands von Veränderung und die Visualisierung der Prozesshaftigkeit von Geschichte. In den Werken von Fritz Kreidt überlagern sich die Schichten der verschiedenen Epochen zu einem visuell erfahrbaren simultanen Eindruck. Der Künstler ist mit diesen Arbeiten auch der eigenen Geschichte verbunden. Fritz Kreidt wuchs im südlichen Ruhrgebiet auf, wo er früh die Durchdringung von Landschaft und Industriegebiet kennenlernte. Nach dem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, Jahren in Paris und Hamburg kam er 1967 nach Berlin, wo er, mit Unterbrechungen durch Auslandsaufenthalte, bis heute lebt.




Blick in die Ausstellung | Foto: © Gerhard Haug

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Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
Ausstellung 9.11.  – 14.12.2012, Mo – Frei, 9 bis 18 Uhr, Eintritt frei

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Gerhard Hoffmann - Es gibt Liebe, warum hasst Du?
Ausstellungsinstallation, zusammen mit Videos/ Filmen von Jochen Hick und Wieland Speck

Gerhard Hoffmann, Gründer des legendären Cafés „Anderes Ufer“, versteht das ausgestellte Werk Es gibt Liebe, warum hasst Du?“ als politische Installation, die dazu aufruft, Gegensätze zu überwinden. Seine Intention ist auch, Sexualität von ihrer heterosexuellen Maskierung zu lösen und der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern wie den unterschiedlichen sexuellen Orientierungen den Weg zu ebnen. „Die Liebe kann den Hass besiegen“ ist das Credo, welches das Werk seinen Betrachtern zuruft.

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Rathaus Tempelhof am Eröffnungsabend; Performance: Yaron Shamir, Lucie van Org, Roman Shamov

Installationen von Gerhard Hoffmann, Jochen Hick und Wieland Speck

Yaron Shamir; Lucie van Org

Gerhard Hoffmann; Jochen Hick, Wieland Speck, Gerhard Hoffmann


Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
Ausstellung 1. - 26.10. 2012, Mo – Frei, 9 bis 18 Uhr, Eintritt frei


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Lev Khesin – Stoffwechsel
Malerei und Objekte


Lev Khesin, Iktsuarpok, 2012

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Lev Khesin, 1981 in Russland als Sohn von Ikonenmalern geboren, lebt seit 1999 in Berlin. Sein Studium  an der Universität der Künste Berlin schloss er als Meisterschüler von Prof. Frank Badur ab. Auslandsstipendien und Projektförderungen führten ihn jeweils für längere Zeit in die USA, nach Moskau und Japan.  2010 wurde er für seine außergewöhnlichen Arbeiten mit dem Sonderpreis der Jury des Kunstpreises Tempelhof-Schöneberg ausgezeichnet. Lev Khesin hat mit seinen Werken an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen.


Die Arbeiten von Lev Khesin werden nicht im traditionellen Sinne gemalt. Der Künstler lässt seine Werke durch das sukzessive Aufschichten von Material wachsen. Wie die Jahresringe eines Baumstamms schichten sich die Lagen aus semitransparentem Silikon und Farbpigmenten, die so den Verlauf der Zeit in den räumlichen Dimensionen des Objektes sichtbar machen. Es entstehen Farbfantasien, deren Aura sich mit dem jeweiligen Licht und den wechselnden Positionen der Betrachter ändert. Man könnte auch sagen: Khesin generiert Artefakte, die die Sinne der Betrachter ansprechen. Oft dauert der Arbeitsprozess an einem Bild bis zu einem Jahr oder länger.

Khesin zeigt mit seiner Arbeit: Die Malerei lebt. Der Künstler verfolgt ein intellektuelles Projekt, in dem er Dinge und Ebenen verschränkt, die eigentlich voneinander entfernt scheinen. Seine Bilder haben keine geometrisch erfassbaren Grenzen, die man in schmückende Rahmen packen kann. Seine Werke stellen keine konkret fassbaren begrifflichen Inhalte dar, sie sind Objekte aus Material und Farbe, oszillierend, reflektierend, durchlässig oder auch nicht, und ermöglichen ähnlich einem Blick in tiefes Wasser Erfahrungen, die über bekannte Denkmuster hinaus gehen.

www.levkhesin.de

Eröffnung: Galerieleiterin Barbara Esch Marowski / Eröffnung: Lev Khesin (Bildmitte)







Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 120 99 Berlin
10.8. – 21.9.2012, Montag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Eintritt frei

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Frank Silberbach
Panoramafotos aus Berlin


Einladungskarte als PDF

Der Preisträger des Fotoarbeitsstipendiums 2011 zeigt seine Arbeiten

Frank Silberbach steht mit seiner Arbeit in der langen Tradition der Straßenfotografie.
Sein Alleinstellungsmerkmal ist die Panoramafotografie, die in der Breite des Formates das Bild als Landschaft erfahrbar macht.
Als Berliner und Großstädter richtet Silberbach seinen Fokus jedoch auf die Menschen in dieser Stadt- viele Jahre erschienen seine Motive wöchentlich in den Magazinbeilagen der Berliner Zeitung. Frank Silberbach blickt bewusst wie intuitiv auf das Alltagsgeschehen, um szenische Koinzidenzen wahrzunehmen und diese  dann im entscheidenden Moment festzuhalten. Mit scharfem Gespür für das Situative, auf das er sich bei seinen Wegen durch Berlin verlassen kann, zeigen uns Frank Silberbachs Panoramen die Menschen in authentischen Alltagsszenen, nie denunzierend, aber nicht selten mit ironischem oder humorvollem Unterton.
Mehr als 60 dieser Aufnahmen sind nun in der Galerie im Rathaus Tempelhof zu sehen. Parallel dazu zeigt Frank Silberbach in der Galerie im Tempelhof Museum die Anfänge seiner Panoramafotografie: Aufnahmen aus Mengwang/ China.


Blick in die Ausstellung                                              Frank Silberbach


Stadträtin Jutta Kaddatz, Galerieleiterin Barbara Esch Marowski bei der Eröffnung
Blick in die Ausstellung (Fotos: G. Haug)

Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 120 99 Berlin
25.5. – 20.7.2012
, Montag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Eintritt frei 

www.silberbach-berlin.de


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HEIM_SPIEL Tempelhof-Schöneberg

Das Frauenmuseum Berlin zu Gast in der Galerie im Rathaus Tempelhof


Foto: Anke Eilergerhard, "Kitchenqueens", 2011
Einladungskarte als PDF

Die Ausstellung „HEIM_SPIEL Tempelhof-Schöneberg“ in der Galerie im Rathaus Tempelhof bildet den Auftakt einer Ausstellungsreihe des Frauenmuseums Berlin, in der jeweils Künstlerinnen aus dem Bezirk ihre Arbeiten zeigen.

Die 12 Künstlerinnen Sabine Beyerle, Trudy Dahan, Anke Eilergerhard, Esther Ernst, Nora Fuchs, Susanne Kienbaum, Christine Kisorsy, Birgit Knappe, Kyoko Muryama-Tetzner, Ev Pommer, Karina Pospiech und Gabriele Regiert zeigen ihre Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Installation, Konzept, Skulptur und Video. Die Ausstellung zeigt den weiblichen Blick auf die Dinge und bietet den Spiel-Raum, den bisher wesentlich in der Welt der Frauen verorteten Begriff „Heim“ neu zu besetzen.




Blick in die Ausstellung (Fotografie: G.Haug)

Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
23.3. – 11.5.2012, Montag bis Freitag 10 – 18 Uhr, Eintritt frei


Weitere Informationen: www.frauenmuseumberlin.de/

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André Kirchner - 30 Jahre Stadtfotografie

Foto: André Kirchner, "Mauerstrasse, Berlin", 2009

Ab dem 20. Januar zeigt der Fotograf André Kirchner, der mit seinen Arbeiten in zahlreichen renommierten Fotosammlungen vertreten ist und auch das Fotoarbeitsstipendium des Bezirks Tempelhof-Schöneberg gewonnen hat, seine große Werkschau „30 Jahre Stadtfotografie“ in der Galerie im Rathaus Tempelhof.

Seit 30 Jahren lebt und arbeitet der Stadtfotograf André Kirchner in Berlin. Er fotografiert in Großformattechnik die zwar oft zentral gelegenen, aber eher nicht prominenten Ansichten der Stadt: Ecken, Brachen, Lücken, Abrisshäuser. Orte, an denen die Spuren der Vergangenheit ablesbar sind; Orte, die mitten in der Stadt im stillen Winkel liegen. In seinen fotografischen Kompositionen gibt André Kirchner der Stadt ein Gesicht.

Alle Fotografien zeichnen sich durch die besondere Wahl des Aufnahmestandortes, die formale Strenge und eine nahezu poetische Ästhetik aus. Oft verbunden mit leiser Ironie vermitteln die Fotografien von Kirchner den Eindruck, als führe der abgebildete Stadtraum ein Eigenleben.

Im Nicolai Verlag ist im Dezember 2011 der Bildband von André Kirchner: „Schauplatz Berlin  -  Der Aufbau der neuen Mitte“ mit Berlin-Fotografien von 1987 bis 2011 erschienen.


Foto: Gerhard Haug

Galerie im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 120 99 Berlin
20.1. – 9.3.2012, Montag bis Freitag 10 – 18 Uhr, Eintritt frei

Eröffnung durch die Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Jutta Kaddatz,
einführende Worte: Janos Frecot (Publizist) am Donnerstag, dem 19.1., 19 Uhr

Weitere Informationen: www.kirchner-phot.de
Einladungskarte als PDF

Zeitgleich zeigt André Kirchner in einer Kabinettausstellung in der Galerie im Tempelhof Museum Stadtfotografien aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg und dem anliegenden Umland. Weitere Informationen siehe Galerie im Tempelhof Museum.

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