2011

Ausstellung vom 25.5. – 29.6.2011
Rathaus Schöneberg, Foyer

LEO ROSENTHAL
Ein Chronist in der Weimarer Republik


Copyright-Hinweis: Landesarchiv Berlin, Thomas Platow.

Gerichtsreportagen waren in der Weimarer Republik ein journalistisches Genre, das auf ein breites öffentliches Interesse stieß. In dieser vom Landesarchiv Berlin konzipierten Ausstellung wird das frühe fotografische Werk des Gerichtsreporters des „Vorwärts“ Leo Rosenthal (1884-1969) präsentiert. Sie zeigt heimlich aufgenommene Fotografien aus dem Gerichtssaal in der durch soziale und politische Umbrüche geprägten Zeit zwischen Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre.

Leo Rosenthal erfasste mit seiner Kamera insbesondere Prozesse mit politischem Hintergrund, u.a. den Sexualreformer Magnus Hirschfeld und den später von den Nationalsozialisten verfolgten Rechtsanwalt Hans Litten.

Im April 1933 musste der Jude und Sozialdemokrat Leo Rosenthal Deutschland verlassen. In New York arbeitete er später als Fotograf, u.a. für die Bildagentur PIX und bei den Vereinten Nationen.

Neben den Fotografien vermitteln biographische Materialien, unter anderem aus seiner Entschädigungsakte, einen Eindruck von dem Leben des Juristen, Journalisten und Fotografen Leo Rosenthal.

Pressemitteilung: 2011_5_2


zum Archiveintrag




Über die Homepage des Landesarchivs Berlin kann zusätzliches Material zur Ausstellung eingesehen werden. www.landesarchiv-berlin.de


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